Neues aus der Wissenschaft- Kongressplitter von der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie (ESHRE) im Juni 2015 in Lissabon.

Die schulischen Leistungen von Kindern, die durch reproduktionsmedizinische Maßnahmen gezeugt wurden, sind nicht besser und nicht schlechter als die Leistungen von natürlich gezeugten Kinder. „Auch das teilweise erhöhte Geburtsrisiko dieser Kinder wirkt sich später nicht nachteilig aus, ergaben Leistuingstest in der 9. Klasse“ fasste Anne Lærke Spangmose Pedersen eine große dänische Studie zusammen.

Professor Salonia und seine Kollegen der Universität ind Mailand (Italien) berichteten von einer Studie an über 1.100 Patienten, die zeigte, das Männer und Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen häufiger ungesund leben als fruchtbare Personen. Sie sind öfter Raucher, und trinken mehr Alkohol. Während 84 % der fertilen Frauen angaben in der Vergangenheit keine illegalen Drogen (Marihuana, Kokain und LSD) genommen zu haben, taten dies aber 78% der infertilen Frauen auf.

Die fertilen Frauen und Männer ernähren sich gesünder in Bezug auf den Konsum von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Eier. Kein Unterschied wurde gefunden beim Verzehr von rotem Fleisch und Fisch sowie von Cerealien.
„Künstliche Fette, insbesondere Transfette können die Fertilität über eine erhöhte Insulinresistenz und Entzündungsraktionen beeinflussen. Dies führt zu Unregelmäßigkeiten beim Eisprung, der Befruchtung und frühen embryonalen Entwicklung.“ kommentierte Professor Salonia die Ergebnisse. „Nahrungsmittel mit reichlich ungesättigten Fetten wie Avocado, Eier, Olivenöl und Mandeln wirken förderlich auch auf die Fertilität. Mehrfach ungesättigte Fette z.B. aus Lachs und Walnüssen sind ebenfalls zu empfehlen“.
Wegen der Zunahme an Übergewicht und metabolischen Erkrankungen, so der Autor, sei eine ausgewogene und gesunde Ernährung nicht nur in Bezug auf die allgemeine Gesundheit sondern auch für die Fruchtbarkeit von Mann und Frau von großer Bedeutung.

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